Zwischen Ansage, Verpflegung und dem Moment, in dem alle gleichzeitig zum Fenster greifen.

Auf Glacier Express und Bernina Express läuft während der Fahrt ein mehrsprachiger Audiokommentar über Kopfhörer, der auf Höhe der wichtigsten Punkte — etwa am Oberalppass oder am Landwasserviadukt — automatisch einsetzt, sodass niemand eine Ansage verpassen kann, nur weil er gerade fotografiert. Warme Mahlzeiten werden direkt am Sitzplatz serviert, in den Premiumklassen als mehrgängiges Menü mit Getränkebegleitung, in der Standardklasse gegen Bezahlung aus dem Bordbistro-Wagen.
Auf den langen Scheiteltunneln — etwa im 15 km langen Furka-Basistunnel-Abschnitt der Matterhorn-Gotthard-Bahn — ist das Mobilfunknetz streckenweise unterbrochen; für Fotos oder Nachrichten lohnt es sich, kurz vor der Tunneleinfahrt noch offline zu speichern, was gerade gebraucht wird.
Diese Strecke ist die einzige der vier, die nicht am Bahnsteig beginnt: Von Luzern aus geht es zunächst mit einem historischen Dampfschiff der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees über den See bis Flüelen. Erst dort steigen die Reisenden in den Panoramazug um, der über die alte Gotthard-Bergstrecke weiter nach Lugano fährt — jene Strecke, die 1882 mit der Eröffnung des ursprünglichen Gotthardtunnels entstand und bis zur Eröffnung der Basistunnel-Flachbahnstrecke 2016 die Hauptverbindung durch die Alpen war. Bis 2017 hiess dieses Angebot offiziell "William Tell Express"; seither trägt es den Namen Gotthard Panorama Express.
Die Kombination aus Schiff und Zug verkehrt nur von Mitte April bis Mitte Oktober, täglich ausser montags. Wer ausserhalb dieses Fensters unterwegs ist, kann zwar weiterhin mit reguläreren SBB-Zügen über dieselbe historische Gotthard-Bergstrecke fahren, aber ohne die Dampfschiff-Kombination und ohne die spezielle Panorama-Ausstattung.
Die gesamte Fahrt von Luzern bis Lugano dauert inklusive Schifffahrt rund 5,5 Stunden über eine Zugstrecke von 182 Kilometern — deutlich länger als eine reguläre Zugverbindung über die moderne Gotthard-Basistunnel-Route, dafür mit direktem Blick auf die historischen Kehrschleifen und Spiralviadukte, mit denen die Bergstrecke von 1882 die Höhe überwindet, statt sie einfach zu untertunneln.
Alle vier Züge fahren mit grossflächig verglasten Panoramawagen — bei Sonnenlicht entstehen dabei schnell Spiegelungen der Innenbeleuchtung im Glas. Eine dunkle Jacke oder ein Tuch, das man locker an die Scheibe hält, reduziert das deutlich; ebenso hilft es, das Objektiv möglichst nah ans Glas zu halten statt mit Abstand durch die Scheibe zu fotografieren.
Am höchsten Punkt der Bernina-Strecke (Ospizio Bernina, 2.253 m) und am Oberalppass der Glacier-Express-Strecke (2.033 m) kann das Wetter innerhalb weniger Minuten von Sonnenschein zu dichtem Nebel wechseln — wer auf ein bestimmtes Panoramafoto an einem bestimmten Punkt hofft, sollte diese Unsicherheit von vornherein einplanen und sich nicht nur auf eine einzige Fahrt verlassen.