
Glacier Express
Zermatt–St. Moritz, 291 km in rund 8 Stunden über 291 Brücken und durch 91 Tunnel — der "langsamste Schnellzug der Welt", seit der Jungfernfahrt 1930.
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Blick aus dem Panoramawagen
Alle vier gelten als "die" Schweizer Panoramastrecke — dabei unterscheiden sie sich stark in Länge, Höhe, Reservierungspflicht und Saison. Dieser Führer stellt geprüfte Fakten zu allen vier vor, plus einen Vergleicher, der zwei Strecken direkt gegenüberstellt.
Zwei überqueren einen Alpenpass, eine wechselt live die Spurweite, eine fährt nur ein halbes Jahr — und beginnt mit einer Schifffahrt statt einem Bahnsteig.

Zermatt–St. Moritz, 291 km in rund 8 Stunden über 291 Brücken und durch 91 Tunnel — der "langsamste Schnellzug der Welt", seit der Jungfernfahrt 1930.
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Chur–Tirano, 122 km in rund 4 Stunden bis auf 2.253 m — die höchste Adhäsionsbahn-Überquerung Europas, UNESCO-Welterbe seit 2008.
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Montreux–Interlaken, 115 km in 3 Std. 15 Min. — seit 11. Dezember 2022 der weltweit erste Zug, der die Spurweite unterwegs am Bahnhof Zweisimmen wechselt.
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Luzern–Lugano, 182 km in rund 5,5 Stunden — beginnt mit einer Dampfschifffahrt, fährt dann auf der alten Gotthard-Bergstrecke von 1882. Nur Mitte April bis Mitte Oktober.
Mehr erfahren →Wählen Sie genau zwei Strecken aus — die Tabelle darunter stellt Länge, Dauer, Höchstpunkt und Reservierungspflicht direkt gegenüber und markiert den jeweiligen Spitzenwert.
Wählen Sie zwei Strecken aus, um sie zu vergleichen.
Zwischen Montreux und Zweisimmen fährt der Zug auf Meterspur (1.000 mm), zwischen Zweisimmen und Interlaken auf Normalspur (1.435 mm) — früher musste man in Zweisimmen umsteigen.

Seit dem 11. Dezember 2022 lösen eigens von Stadler gebaute Panoramawagen mit variabler Spurweite dieses Problem: Am Bahnhof Zweisimmen heben sich Klappen an, die Wagen werden entlastet, und die Radsätze spreizen sich innerhalb weniger Sekunden von 1.000 auf 1.435 Millimeter — gleichzeitig hebt sich der Wagenkasten von 350 auf 550 Millimeter, um die höhere Bahnsteigkante der Normalspur zu treffen. Niemand muss aussteigen.
Die Idee, Montreux und Interlaken ohne Umsteigen zu verbinden, ist über 100 Jahre alt — sie scheiterte immer an genau diesem Spurweitenwechsel, bis die neue Wagengeneration ihn erstmals weltweit im fahrenden Reisezugbetrieb löste.
Der wichtigste praktische Unterschied zwischen den vier Strecken — auch mit Swiss Travel Pass oder Interrail/Eurail-Pass gilt das genauso.
Bei der Online-Reservierung lässt sich meist nur "Fenster" statt einer konkreten Platznummer wählen — welche Wagenseite die beste Aussicht bietet, hängt von der Fahrtrichtung ab und wechselt streckenabschnittsweise. Details dazu auf unserer Seite "Unterwegs".